Berufscheckwoche eröffnete neue Perspektiven
Die BerufsCHECKwoche 2026 feierte ihr 10-jähriges Jubiläum. Rund 300 Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen nahmen an der Veranstaltung teil. Während der Woche wurden Einblicke in zahlreiche Berufe vermittelt, darunter auch Fachmann Betreuung (Kinder), Detailhandelsfachmann Mode/Textilien, Kaufmann, koch, Informatiker und viele weitere. Insgesamt standen etwa 70 verschiedene Berufe zur Auswahl.
Zusätzlich zu den Betriebsbesuchen wurden zahlreiche Workshops angeboten. Thematisch behandelten sie unter anderem das erste Vorstellungsgespräch, Selektionsverfahren von Betrieben, angemessenes Auftreten im beruflichen Umfeld, das Verfassen von Bewerbungen sowie den Umgang mit Belastungen in einer für Jugendliche anspruchsvollen Lebensphase. Zu den angebotenen Workshops gehörten auch „Vorstella“ und z.B. „Uswähla“. Diese Workshops dienten der Orientierung, sie hatten jedoch teilweise Auswirkungen auf die Wochenplanung einzelner Teilnehmender, da sie als Ersatz für zuvor gewählte, aber nicht zugeteilte Betriebsbesuche funktionierten.

Die Eröffnungsveranstaltung beinhaltete einen Gastauftritt von Profi-Snowboarder David Hablützel. In seiner Rede ging er auf die Höhen und Tiefen einer Karriere ein und betonte die Bedeutung von Durchhaltevermögen und der Verfolgung eigener Ziele. Seine Ausführungen wurden durch persönliche Erfahrungen und Lebensstationen illustriert.
Während der BerufsCHECKwoche begleitete ein Filmteam von ImpAct einige Teilnehmende und führte nach Betriebsbesuchen kurze Interviews durch. Diese Beiträge flossen in das aktuelle Projekt „wohl?habend“ ein, an den zahlreichen Schülerinnen und Schüler beteiligt sind. Die Interviews behandelten unter anderem den Tagesablauf der Teilnehmenden sowie das Stressempfinden im Zusammenhang mit dem Programm.

Eine Veranstaltung in diesem Umfang kann für Teilnehmende mit Stress bzw. stressigen Situationen verbunden sein. Häufige Unsicherheiten betrafen Fragen wie Treffzeiten, der richtige Treffpunkt oder die Enttäuschung, wenn ein zugewiesener Beruf nicht den Erwartungen entsprach. Bei landesweiten Veranstaltungen kann zudem die Begegnung mit bekannten Personen (z.B. aus der eigenen Schule) zu zusätzlichem Stress führen. Solche Situationen, etwa das Warten im Bus bei der Sorge vor unangebrachten Kommentaren oder möglichen Konflikten, können bei Jugendlichen ein unangenehmes Stressgefühl auslösen. Diese Aspekte stellen einen wichtigen Diskussionspunkt dar, sind realistisch gesehen aber kein Problem das man wirklich beheben könnte.

Insgesamt nimmt die BerufsCHECKwoche eine bedeutsame Rolle in der Berufsorientierung ein: Sie bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Berufsfindung, gewährt konkrete Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder und vermittelt erste Erfahrungen mit praktischen Arbeitsabläufen.
Text: Lukas Marxer (3c), Bilder: 3c

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