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29.11.2016
Vorsteher go(es) OSE
Im Zuge der Kampagne „Oberschule macht Schule“ besuchten am Dienstag, den 29. Nov. 2016, die Vorsteher und die Vorsteherin aller fünf Unterländer Gemeinden die Oberschule Eschen. Einfach grandios!

 

Der Empfang fand im gemütlichen Rahmen im Lehrkräftezimmer der Oberschule Eschen statt. Carolin Meier, Schulleiterin, begrüsste Maria Kaiser-Eberle (Ruggell), Freddy Kaiser (Mauren-Schaanwald), Norman Wohlwend (Schellenberg), Donath Oehri (Gamprin-Bendern) und Günther Kranz (Eschen-Nendeln) als die politischen Leiter der Heimatgemeinden der Schülerinnen und Schüler der Oberschule.

 

Im anschliessenden Unterrichtsbesuch bei den Zweitklässlern durften die interessierten Gäste beobachten, wie sich die Kinder an einem sogenannten Miniprojekt bewiesen. In Gemeindegruppen aufgeteilt meisterten sie die Aufgabe, ein Brückenmodell aus Papier und Klebstoff zu fertigen, welches ein Buch oder gleich mehrere als Belastungsprobe halten musste. Fast alle Brücken erfüllten die Bedingungen und nur knapp siegte der Entwurf der jungen „Architektengruppe“ aus Mauren. Die Gäste waren sichtlich überrascht und erstaunt, wie kreativ und teamorientiert gearbeitet wurde und wie couragiert die Schülerinnen und Schüler ihr Produkt präsentierten.

 

In der Pause hatten die Vorsteher die Möglichkeit, mit den Lehrpersonen und dem Oberschul-Inspektor Walter Noser zu sprechen. Eigene Schulerinnerungen wurden ausgegraben, aktuelle Themen diskutiert und festgestellt, dass unsere Jugend in sehr vielen Bereichen mehr gefordert ist als „dazumal“.

 

In der Aula trafen nach der Pause alle Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und Vorsteher zu einem grossen Plenum. Im Mittelpunkt stand der relativ neue Projektunterricht. Diese Unterrichtsdisziplin wird an der Oberschule konsequent von der ersten Klasse bis hinauf zur Abschlussklasse umgesetzt. Ziel ist dabei, die Jugendlichen mit Qualifikationen und Kompetenzen auszustatten, die heute in einer Berufslehre gefordert werden: Selbstständigkeit, Arbeiten im Team, Ideenentwicklung, Planung, Dokumentation, fächerübergreifendes Denken, Einsatz, Präsentation und Reflexion der eigenen Leistung - keine einfache Aufgabe, weder für die Schülerinnen und Schüler noch für die Lehrpersonen. Die Qualität einzelner Produkte, die aus solchen Projekten resultieren, ist erstaunlich. Natürlich muss sich der eine oder andere auch mit dem Scheitern und dem Umgang damit auseinandersetzen.

 

Vor dem gespannten Publikum referierten sechs Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse über ihre Projektideen auf der Bühne und ernteten für ihre Sache und ihren Mut herzlichen und motivierenden Applaus.

 

Gleich im Anschluss mussten sich die Vorsteher den Fragen der Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen stellen. Wohl überlegt und gut vorbereitet wurden durchaus kritische Fragen zum Thema Verkehr, Infrastruktur, Gemeindearbeit, Jugendwünsche und mehr angesprochen und diskutiert. Erstaunlich dabei, wie solidarisch und trotzdem positiv problembewusst die Schülerinnen und Schüler ihre jeweilige Heimatgemeinde sehen.

 

Natürlich sparten die Gäste im Schlusswort auch nicht mit Anerkennung an die Schüler- und Lehrerschaft, bedankten sich für den herzlichen und konstruktiven Besuch und versprachen, auch in Zukunft die Verbindung aufrecht zu erhalten, bzw. zu intensivieren. Die Schülerinnen und Schüler wiederum belohnten die respektvollen Gesten mit tollem Applaus. Schön zu sehen, wie einfach es manchmal wäre, Schulwelt und Lebenswirklichkeit miteinander zu verknüpfen.

 

Jörg Adlassnigg